Grundlagen unserer Arbeit

Verstehen, was passiert – und präzise handeln.

Ursachen organisationaler Probleme
liegen selten dort,
wo sie sichtbar werden.

Für mehr Handlungsoptionen bringen wir die zunächst unsichtbaren Muster in Ihrem Unternehmen ans Licht und machen sie formal beschreibbar.

Wie wir vorgehen

Mit einer Analyse von Kommunikation und aktueller Entwicklungsphase ermitteln wir den kürzesten Weg zum funktionalsten Systemzustand Ihres Teams oder Unternehmens. Mit darauf gezielt zugeschnittenen Maßnahmen erreichen Sie dieses Ziel ohne mit Versuch und Irrtum Ressourcen zu verschwenden.

Wir bieten keinen neuen Methoden-Koffer, sondern einen Rahmen für Analyse, Konzeption und Umsetzung – zugeschnitten auf vorliegende Situation, Strategie und beteiligte Menschen.

Unsere Arbeit basiert auf folgenden Grundlagen:

  1. FORMwelt – formale Beschreibung von Kommunikationsmustern in sozialen Systemen
  2. Modell adaptiver Systemzyklen – Einordnung der aktuellen Entwicklungsphase einer Organisation

Erste Grundlage: FORMwelt

Realkonstruktivismus

Soziale Systeme folgen in ihrer tiefsten Schicht universellen Prinzipien, die sich mit einer vierwertigen mathematischen Logik beschreiben lassen. Sechs formale Bausteine rhythmisieren sich im Zeitverlauf und erzeugen das konkrete Kommunikationsgeschehen einer Organisation.

Konstruktionsformen

Aus diesen Rhythmisierungen entstehen 64 unterscheidbare Systemzustände, die sich in vier Typen clustern lassen: co-kreative Sinnsysteme, ungerichtete Kreativität, gerichtete Kreativität und monotone Systeme.

Co-kreative Sinnsysteme

Ungerichtete Kreativität

Gerichtete Kreativität

Monotone Systeme

Kein Typ ist per se gut oder schlecht. Entscheidend ist, ob der aktuelle Zustand zum verfolgten Zweck passt.

Das Emulationstool von FORMwelt bildet Ausgangszustand, Zielzustand und notwendige Zwischenschritte rechengestützt ab. Das ermöglicht, das Delta zwischen Ist und Soll formal zu beschreiben und den kürzesten, verschwendungsarmen Weg dorthin zu finden – welche Bausteine müssen ergänzt, gestrichen oder ersetzt werden?

C2M – Complexity Management Model

Zusätzlich lässt sich mit dem Complexity Management Model (C2M) einordnen, wie Individuen, Teams und die Gesamtorganisation mit unterschiedlichen Komplexitätsanforderungen umgehen – und wie diese Fähigkeiten gezielt entwickelt werden können.

FORMwelt ist das Ergebnis mathematischer, kybernetischer und systemtheoretischer Forschung von Gitta und Ralf Peyn seit Ende der 1980er Jahre.

Zweite Grundlage: Modell adaptiver Systemzyklen

FORMwelt zeigt, wie ein System sich rhythmisiert. Das Modell adaptiver Systemzyklen zeigt, wo es sich in seinem übergeordneten Entwicklungsverlauf befindet.

Organisationen durchlaufen wiederkehrende Phasen:

Modell adaptiver Systemzyklen

Wachstum — Ressourcen erschließen, Strukturen aufbauen, hohe Anpassungsfähigkeit. Diversität schützt, niedrige interne Rigidität ermöglicht schnelle Reaktion.

Reife — Effizienz steigt, Spezialisierung wächst, interne Verfestigung wird zur Schwäche. Das System reagiert auf externe Signale zunehmend weniger zuverlässig.

Freisetzung — Strukturen brechen auf, Ressourcen werden mobilisiert. Kein Versagen, sondern notwendige Bedingung für Erneuerung.

Reorganisation — höchste Kreativität des gesamten Zyklus, aber zeitlich begrenzt. Zu frühe Stabilisierung reproduziert alte Muster.

Was wie ein zufälliger Einbruch wirkt, ist häufig das vorhersehbare Ergebnis eines längeren Prozesses. Kipppunkte kündigen sich früh durch Frühwarnsignale an, wie z. B. wachsende Erholungszeiten nach Störungen, zunehmend gleichförmige Entscheidungen, Konzentration von Abhängigkeiten. Das Modell macht diese Dynamik nicht nur beobachtbar, sondern grenzt ein, welche Maßnahmen in welcher Phase wirken und welche kontraproduktiv sind.

Das Modell geht zurück auf Forschungen von C. S. Holling und L. H. Gunderson (2002) und wurde seitdem auf soziale, wirtschaftliche und institutionelle Kontexte ausgeweitet.

Was das in der Praxis bedeutet

Durch Transformationsprojekte mit FORMwelt sparen Unternehmen bereits bis zu 40 % an Energie, Zeit und Kosten ein. Nicht weil Stellen wegfallen, sondern weil sich unproduktive Schleifen, unnötiges Abstimmen und Reibungsverluste präzise erkannt und aufgelöst wurden.

Das Modell adaptiver Systemzyklen ergänzt das um eine weitere Dimension. Es zeigt, in welcher Phase eine Organisation gerade steht und welche als nächstes folgen wird. Dadurch lassen sich Ziele mittel- und langsfristig feinjustieren und Maßnahmen gezielt anpassen. Was in der Wachstumsphase hilft, kann in der Reifephase schaden, und umgekehrt.

Beide Effekte wirken zusammen. Wer Überflüssiges abbaut, verbraucht weniger Ressourcen pro Ergebnis. Wer phasengerecht handelt, verschwendet keine Ressourcen durch einen zu kurzfristigen Horizont. Das macht ein System regenerativ: Es nutzt nur so viele Ressourcen, wie es langfristig tragen kann, und vermeidet Verschwendung, die sich später ökologisch oder ökonomisch rächt.

Unsere Arbeit stützt sich auf über zehn Jahre Beratungserfahrung und fast zwanzig Jahre in Führungs- und Fachrollen, vor allem in Konzernen der IT- und Versicherungsbranche.

Was nach der Analyse folgt

Bevor wir konkrete Maßnahmen anbieten, steht das Verstehen der Situation im Fokus. Die vorgelagerte Analyse bestimmt, was sinnvoll ist:

Einzelberatung

Coaching, Sparring und Mentoring für Führungskräfte und Schlüsselpersonen: zur Erweiterung von Handlungsspielräumen, zur Vorbereitung auf neue Verantwortung, zur Orientierung in komplexen Situationen.

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Konfliktberatung

Mediation zwischen Einzelpersonen sowie strukturelle Konfliktklärung in Organisationen: destruktives Potenzial einhegen, Konflikte als produktive Kraft nutzbar machen.

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Teamberatung

Workshops und Trainings: Teamdynamiken gezielt gestalten, Rollen klären, neue Fähigkeiten in den Arbeitsalltag transferieren.

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Organisationsberatung

Führungskräfteentwicklung und Organisationsentwicklung: Struktur, Kommunikation und Entscheidungsfähigkeit präzise an Zweck und Strategie ausrichten.

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Wofür unsere Arbeit relevant ist

Geeignet ist unser Vorgehen, z. B. wenn

  • Transformationen stocken, obwohl Methoden und Budget vorhanden sind,
  • KI-Einführung Strukturfragen aufwirft, die klassische Organisationsentwicklung nicht auflöst,
  • Entscheidungsprozesse langsamer werden, obwohl die Organisation wächst,
  • Konflikte sich wiederholen, obwohl sie bereits mehrfach bearbeitet wurden oder
  • Wachstums-, Krisen- oder Restrukturierungsphasen Maßnahmen erfordern, die zur jeweiligen Phase passen — nicht zum letzten Erfolgsrezept.

Nicht geeignet für Unternehmen, die eine Standardlösung ohne Voranalyse suchen.

Häufige Fragen

Was unterscheidet unsere Arbeitsweise von klassischer Organisationsentwicklung, Agile oder New Work?

Gängige Ansätze setzen an der Oberfläche an. Wir analysieren auf darunterliegender formaler Ebene: Kommunikationsmuster, die bestimmen, welche Veränderung wie möglich ist, und den Entwicklungszustand, der bestimmt, welche Maßnahmen zur aktuellen Phase passen. Keine Methode wird empfohlen, bevor die Analyse zeigt, ob sie passt.

Ihre Arbeitsgrundlagen ist uns unbekannt. Wie etabliert ist der Ansatz?

Beide Grundlagen sind wissenschaftlich fundiert und unabhängig voneinander vielfach belegt. Die Kombination ist neu. Wer jetzt einsteigt, erwirbt einen Wissensvorsprung, der sich kaum aufholen lässt.

Wie wird Wirksamkeit gemessen?

Wirkungskriterien werden zu Beginn gemeinsam festgelegt. Jeder abgeschlossene Auftrag wird evaluiert, anhand von Kriterien, die zur jeweiligen Situation passen.

Was kostet ein Einstieg?

Das klären wir in einem ersten Termin. Grundsätzlich sind Tagessätze, Festpreise und Kontingente möglich; für einen ersten Proof of Concept gibt es Einstiegskonditionen.

Präzise Analyse. Maß­geschneiderte Maßnahmen. Menschlich begleitet.

Jetzt den ersten Schritt machen.

Sie vereinbaren einen Termin oder schreiben uns. Wir führen ein erstes Gespräch von ca. 45 Minuten: zuhören, nachfragen, ehrliche Einschätzung — ohne Verkaufsdruck, ohne dass Sie vorher wissen müssen, ob und was Sie beauftragen wollen.